Hostert: „Eine beeindruckende Leistung!“

Im Rahmen des bundesweiten Jugendwettbewerbs „Umbruchszeiten“ werden am kommenden Montag in Berlin insgesamt fünf Einreichungen aus dem Landkreis geehrt. Neben drei Projekten aus dem Gymnasium Rutesheim hat die Jury auch ein Projekt der Paul-Lechler-Schule in Böblingen und ein weiteres des Schönbuch-Gymnasiums in Holzgerlingen mit Preisen beehrt. Die Schüler aus dem Landkreis werden die Preise bei der feierlichen Verleihung im Bundesfinanzministerium vor 300 Gästen persönlich entgegennehmen. „Von über 300 Einreichungen werden dieses Jahr 36 Projekte bundesweit ausgezeichnet“, erklärt Jasmina Hostert. Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Böblingen, „Von den sechs Preisträger-Projekten aus Baden-Württemberg kommen in diesem Jahr allein fünf aus dem Landkreis Böblingen. Das ist eine beeindruckende Leistung!“

Der Jugendwettbewerb „Umbruchszeiten. Deutschland im Wandel seit der Einheit“ wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, Elisabeth Kaiser, und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verliehen. Der Jugendwettbewerb thematisiert den Transformationsprozess nach dem Mauerfall und der deutschen Einheit. Das Thema dieses Jahres lautete „Neue Begegnungen“. Schulen aus ganz Deutschland nahmen an diesem Wettbewerb teil und gingen der Frage nach, wie sich Deutschland seit der Wiedervereinigung verändert hat: in ihren Familien, an ihren Wohnorten und im Alltag der Menschen. Ihre Antworten haben Sie in sehr unterschiedlichen Formaten aufbereitet.

Schüler der Klasse 9a des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums der Paul-Lechler-Schule nahmen den Kontakt zu einer Berliner Schulklasse auf. Über Briefe, Zeitzeugengespräche und Videos beschäftigten sich die Jugendlichen damit, wie der Kontakt zwischen Menschen aus West- und Ostdeutschland heute und in der Vergangenheit möglich ist und war. Lilli Di Mineo, Marlon Urban, Sofie Betz, Carolin Haußwald, Felina Ries, Coralie Schneider, Yull Choe, Jonas Dorneich, allesamt Mitglieder der Geschichte-AG unter Leitung von Marie Simmank am Schönbuch-Gymnasium Holzgerlingen, gestalteten einen Animationsfilm zu fünf Lebensgeschichten, die vom Mauerfall und der deutschen Einheit geprägt wurden.

Gleich drei preisgekrönte Projekte reichte das Gymnasium Rutesheim ein. Lukas Nothacker und Nick Schaarschmidt (beide J2) untersuchten Fankultur und Fußball als Begegnungsraum nach der Wende anhand des VfB Stuttgarts und ostdeutscher Fußballvereine. Paulina Dank (8c) und Eliana Dilger (7c) verarbeiteten die Lebensgeschichte von Klaus Knabe und die Entstehung des DDR-Museums in Pforzheim in Form eines Tagebuchs. Stian Wöckel und Sophie Kappler (beide J1) beschäftigten sich in einem Podcast mit den Stuttgarter Waldheimen als Ankunftsorte für DDR-Übersiedler und Aussiedler ab 1989. Betreut hat alle drei Projekte die Geschichtslehrerin Dr. Stefanie Neidhardt.

„Ich bin wirklich beeindruckt, wie kreativ sich die Schülerinnen und Schüler mit der Deutschen Wiedervereinigung auseinandergesetzt haben“, freut sich Jasmina Hostert, „Wir spüren die Folgen dieses Transformationsprozesses noch heute, auch in Westdeutschland. Das haben die Jugendliche mit ihren Projektarbeiten unter Beweis gestellt.“

Die offizielle Preisverleihung im Bundesfinanzministerium findet am kommenden Montag, den 15. Juni um 12 Uhr statt. Die Preisverleihung wird auch im Livestream auf dem YouTube-Kanal der Bundesstiftung Aufarbeitung übertragen:

https://www.youtube.com/live/UGI1JqL9yzw